Cameron Highlands

Der Bus schlängelt sich die serpentinenreiche Strecke zwischen Ipoh und unserem Zielort Tanah Rata langsam nach oben. Die Leute auf den Straßen laufen mit Pullis herum und es wirkt als ob sie nichtsdestotrotz frieren. Am Straßenrand reiht sich ein Gewächshaus an das nächste und soweit das Auge reicht, schmiegen sich Weitere an die vielen Hügel der Cameron Highlands. Die Region ist bekannt als landwirtschaftliches Herz des Landes. Hier findet man riesige Teeplantagen, bspw. von Baharat, die Schwarztee in die gesamte Welt exportieren. Dazu gesellen sich alle möglichen Farmen für Erdbeeren oder andere Früchte.

Das Aussteigen aus dem Bus ist eine Erleichterung. Nicht nur, weil die Serpentinen geschafft sind, sondern auch weil die Cameron Highlands deutlich höher als Penang oder Kuala Lumpur liegen. Statt 34 hat es nun 20 Grad, statt 85 hat es nur noch 70 % Luftfeuchtigkeit. Man kann endlich wieder tief einatmen und die Luft ist angenehm frisch.

Wir nutzen unsere Zeit wiederum um die großartige lokale Küche zu erkunden, aber auch um endlich mal wieder zu Wandern. Dafür haben wir uns einen sonnigen Tag ausgesucht und es trotzdem wieder sehr warm. Da es eine regenwaldartige Vegetation hat, können wir entspannt zwischen den hohen Baumkronen entlang laufen. Dabei muss man jedoch aufpassen wo man hintritt. Manche Tiere verfallen in Schockstarre, sind aber gleichzeitig farblich sehr gut getarnt.

Eine kleine Echse die sich wahrscheinlich genauso vor uns erschrocken hat, wie wir uns, als wir fast auf sie getreten sind

Entlang des Weges finden wir immer wieder interessante Pflanzen.

So zum Beispiel diese fleischfressende Pflanze, die sich knapp ein Festmahl hat entwischen lassen

Später schlängelt sich unsere Wanderung durch ein kleines, recht ursprüngliches Dorf in Richtung der berühmten Teeplantagen.

Das kleine Dorf vor den Teeplantagen
Ein etwas in die Jahre gekommener Van

Die Wanderung führt uns dann direkt durch die Plantagen und Teepflanzen hindurch, direkt ins Cameron Tea Valley hinein.

Hollyw… Ähm das Cameron Tea Valley

Nachdem wir uns das Geld für die Rückfahrt sparen wollen, entscheiden wir uns mal wieder mit ausgestrecktem Daumen am Straßenrand zu warten. Das klappt auch innerhalb von 3 Minuten und wir fahren mit einem indischen Malaysier mit, der sofort anfängt viel über Malaysia und seinen Beruf zu erzählen. Die Fahrt ist schnell vorbei und wir kommen pünklichst zum Beginn des Monsunregens wieder in unserem Hostel an.

Zurück nach Kuala Lumpur geht es wieder über eine serpentinenreiche Strecke. Wir haben zwar den kosteneffizientesten Bus gewählt, gefühlt haben sie bei diesem Modell aber an Stoßdämpfern gespart. Nach 5 Stunden kommen wir ein wenig durchgeschüttelt wieder in der Millionenmetropole Kuala Lumpur an.