Ruta 40

Morgens um 9.00 Uhr stehen wir mit einem Schild bewaffnet an der Ausfahrtsstraße von El Chaltén. Wir haben kein klares Ziel für den Tag, einfach so weit Richtung Norden wie möglich. Circa 3 Stunden warten wir, ehe uns ein Touristenpaar bis an die berühmte Ruta 40 mitnimmt.

Gibt unangenehmere Orte zum Hitchhiken

An der Gabelung zur Ruta 40 treffen wir auf den gut gelaunten Brasilianer Lucas. Dessen Laune ist ansteckend und die nächste Weiterfahrt bekommen wir – insgesamt zu fünft – auch zusammen, auf der Ladefläche eines Pick-up Trucks. Bei den patagonischen Winden definitiv eine einmalige Erfahrung!

Insgesamt 35 km verbrachten wir auf der Ladefläche auf dem Weg durch die argentinische Pampa
Bisschen windig, aber geil!

Als wir als nächstes ziemlich im Nirgendwo herausgelassen werden, stellen wir uns schon darauf ein, im nahegelegenen Ort campieren zu müssen. An der Stelle, an der wir stehen, sind wohl schon mehrere Reisende verzweifelt. Zumindest, wenn man der Straßenpoesie glauben schenken darf.

„Roses are red, Violets are blue,

It’s been two hours I’m waiting here and I really need to poo,

I sincerely hope this doesn’t happen to you! „

Es passierte uns nicht. Nach einer knappen Stunde hält ein französisches Wohnmobil an und packt uns ein. Die Ruta 40 verwandelt sich ein paar Kilometer später wahrlich in eine Schotterstraße und über die nächsten 70 km werden wir ganz schön durchgeschüttelt!

Als wir abends in Gobernador Gregores ankommen, einem kleinen und sehr staubigen Ort, fragen wir an der Tankstelle ob wir unser Zelt dahinter aufstellen können. Mit dem Tipp, wo es am windstillsten ist, wird dies bejaht.

Free camping mit WiFi im Zelt – der pure Luxus!

Am nächsten Morgen setzen wir die Fahrt mit dem französischen Wohnmobil fort. Entlang der Ruta 40 können wir immer wieder Guanacos oder Emus sehen. Dreimal können wir sogar Gürteltiere am Fahrbahnrand erkennen.

Ein Guanaco beim Überqueren der Straße
Das gleiche Guanaco beim Weglaufen
Aller Guten Dinge sind drei
Zum Abschluss noch ein totes Guanaco – viele verenden beim Versuch über die Zäune in Straßennähe zu springen
Dann lieber ein quicklebendiges Emu beim Sprint
Vor Guanacos wird allerdings am meisten gewarnt
Pause am Straßenrand – das Wetter war natürlich patagonisch-wechselhaft
Mate darf natürlich nicht fehlen – wir hatten einen Argentinier an Bord und somit konstant frischen Mate Yerba

Nach drei Stunden Pampa fuhren wir nach rechts entlang des Lago Carrera General und wieder zurück in Richtung Chile. Die Grenzüberquerung verlief wie so oft reibungslos.

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