Nach einem angenehmen Flug mit spektakulärer Aussicht auf Vulkane, patagonische Gletscher, Seen und die Fitz-Roy-Passage kommen wir in Punta Arenas an. Da unser Host aber erst gegen Abend Zeit hat, verbringen wir den Tag damit uns über die Region zu informieren und die Stadt ein wenig auszukundschaften.





Gegen 6 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zu unserem Host Juan. Er wohnt mit 6 weiteren Leuten in einem Haus zusammen. In dieser großen WG lernen wir nette Chilenen kennen und bekommen einen Einblick in deren geselliges Zusammenleben.
Nach 3 Tagen wechseln wir unsere Unterkunft und ziehen wieder in unser Zelt. In der zum Garten, in dem das Zelt steht, gehörigen Unterkunft, lernen wir ein Paar aus Belgien kennen, mit denen wir am Folgetag eine Wanderung in dem nahegelegenen Reserva Nacional Magallanes machen.



Auch in Punta Arenas sind Proteste, wenn auch kleiner, an der Tagesordnung. Am Tag des Nationalprotests (Paro Nacional) sind die Geschäfte geschlossen und gegen Abend zieht der Protestzug mit einigen tausend Menschen, die ihre Ängste, Forderungen und Bedenken lautstark oder auf Bannern präsentieren, friedlich durch die Stadt. Nachts bleibt es aber nicht dabei – in Fernsehen werden Bilder von dem brennenden Gebäude einer AFP-Bank (Rentenbank) in Punta Arenas gezeigt – diese liegt gerade einmal einen Kilometer Luftlinien von unserem Zelt entfernt. Man spürt die angespannte Stimmung auch tagsüber. Auch hier gibt es viele Graffitis an fast jeder Häuserfassade, alle Läden haben Metall- oder Pressholzplatten vor ihre Schaufenster geschraubt und der Supermarkt wirkt von außen, als würde er sich auf die Apokalypse vorbereiten. An Banken und anderen Gebäuden, die für viele Chilenen das was im Land falsch läuft, symbolisieren, wurden Scheiben eingeschmissen. Im Supermarkt stehen Sicherheitsangestellte mit Schutzwesten – ein befremdliches Bild, nachdem die Stadt an sich einen sehr friedlichen und ruhigen Eindruck gemacht hat.

Am kommenden Tag machen wir uns früh auf zur Fähre, weil wir auf Isla Magdalena die Magellanpinguine sehen möchten. Die Fahrt dorthin dauert 2 Stunden, ist aber kurzweilig, weil wir eine gute Aussicht auf der Magellanstraße genießen können und immer wieder Delfine die Fähre auf dem Weg begleiten.








Nachdem wir nun in Patagonien angekommen sind, wollen wir richtig in die Natur starten. Wir fahren mit dem Bus für ein paar Stunden in die nächste Stadt, Puerto Natales. Der Grund dafür ist, die Nähe zu einem großartigen Nationalpark!
