Tokyo

Tokyo ist riesig! Unsere Fahrt von Fujikawaguchiko in die japanische Hauptstadt dauert zwei Stunden und gefühlt fährt man 1,5 h davon durch die Stadt. Mit der Metro geht es dann zu unserer Unterkunft weiter, die in einem ruhigen Viertel hinter dem Hauptgebäude der Asahi Brauerei liegt. Besonders ein Merkmal des Gebäudes sticht dabei ins Auge: Was als Beer Flame bezeichnet wird, erinnert doch eher an eine goldene Karotte.

V.l.n.r.: Der Tokyo Skytree, das Hauptgebäude der Asahi Brauerei und die Bier“flamme“

Da Tokyo sehr viel zu bieten hat, nehmen wir uns vor die Stadt viertelweise zu erkunden. Als erstes steht das highend Viertel Ginza auf dem Plan.

Dort reihen sich teure Läden an Luxusboutiquen und diese wiederum an hochklassige Restaurants. Dennoch kann man, wenn man sich einige Querstraßen von der Hauptstraße entfernt, einen großen Fischmarkt finden. Dort tummeln sich Sushi-Läden, Krabbenläden und andere Geschäfte die maritime Produkte anbieten. Nun konnten wir uns nicht mehr zurückhalten und mussten endlich Sushi in Japan essen! Dazu haben wir uns einen der vielen Suhsiläden mit Transportband ausgesucht, bei dem die kleinen Reisbälle am Sitzplatz vorbeifahren und man sich einfach bedienen kann. Die Tellerfarbe gibt dabei den Preis an und am Ende wird abkassiert. Beim Betreten des Ladens werden wir von den Köchen so freudig begrüßt, dass auf jeden Fall auch der Letzte mitbekommen hat, dass wir angekommen sind. Das Sushi ist wie zu erwarten großartig!

Angebratener Lachs mit Mayonnaise
Etwas aufwendiger California Rolls
Tintenfisch
Thunfisch mit Kraut

Danach bekamen wir Besuch: Dianas ehemaliger Mitbewohner JD und seine Freundin Julia kamen in Tokyo an. Natürlich haben wir uns getroffen und das Wiedersehen gebührend gefeiert!

Am nächsten Tag stand das nächste Viertel zum erkunden auf der Liste: Asakusa. Direkt auf der anderen Seite des Flusses gelegen, mussten wir nur über die Brücke und konnten ein sehr touristisch inszenierte Viertel erleben. Ein Souvenirstand neben dem nächsten, bis man irgendwann an einem großen Tempel ankam – der allerdings auch stark überlaufen war.

Wir entschieden uns dann uns der Kultur der Japaner auf eine modernere Art und Weise weiter anzunähern und fuhren mit dem Zug nach Seibu in den MetLife Dome – das Zuhause der Baseballmannschaft Seibu Lions. Zum Glück hatte JD Ahnung vom Baseball und konnte uns alle Regeln und Tricks erklären, sodass wir das Spiel verstehen und nachvollziehen konnten!

Ein Maskottchen gehört dazu! Der Lion der Lions
Auf dem Weg zum Stadium wurden die Spieler präsentiert
Diana vor dem MetLife Dome

Zu Spielbeginn war das Stadion noch halb leer. Zum Spielende hin jedoch war es komplett voll. Zuerst kamen natürlich Cheerleader aufs Feld, ehe die Nationalhymne Japans ertönte.

Aufstehen für die Hymne

Das Spiel geht los! Die Stimmung ist gut und sehr zivilisiert – wie man es in Japan eben gewohnt ist. Die Fans singen (für uns komplexe) Lieder und hüpfen hin und her auf den Rängen.

Unser Blick während dem Spiel – kann man sich nicht beklagen!
Die Lions beim Wurf
Die Lions kurz vor dem Homerun
Um jeden Millimeter wird gekämpft

Aufgrund unseres präsenten Regelcoach verstehen wir das Spiel und können sogar mitfiebern, denn es gibt immer wieder sehr spannende Abschnitte, je nachdem welches Team gerade am Werfen oder Schlagen ist. Wir hatten uns entschieden die Heimmannschaft zu favorisieren – dies sollte sich nach 3.45 h als eine gute Entscheidung herausstellen! Am Ende heißt es 8-6 für die Lions!

Der Sieg wird mit einem eigenen balladenähnlichen Song zelebriert

Wir verlassen das Stadion wieder zwischen Fans der heimischen Lions und der Auswärtsmannschaft der Rakuten Eagles, aber es gibt keinerlei Fanzusammenstöße. Alles läuft ruhig und entspannt ab. Als wir am Ende in der Bahn sitzen, fällt uns jedoch auf, dass der ein oder andere Fan wohl während dem Spiel einen über den Durst getrunken hat und nun einen schnellen Erholungsschlaf im Zug benötigte.

Glücklich, dass wir Baseball in Japan miterleben durften

Am nächsten Tag setzten wir unsere Erkundung der unterschiedlichsten Viertel Tokyos fort: heute hatten wir uns das bunte Neon- und Reklameviertel Shinjuku herausgesucht.

Dort angekommen war es aber zunächst ganz entspannt – es gibt viele kleine Bereiche in Shinjuku die sich stark unterscheiden. Direkt am Bahnhof gibt es einen wirrwarr aus engen Gassen in denen man Yakitori (Fleischspießchen) oder Ramen essen kann. Beim Durchlaufen der Gassen kamen einem abwechselnd gute Gerüche oder Rauch entgegen.

Auf der anderen Seite der Schienen beginnt dann das stereotypische Bild von Tokyo – Reklametafeln wohin das Auge reicht!

Der Anfang des Neonviertels

Was bei einem Japanbesuch natürlich nicht fehlen darf, ist ein Game Center. Diese gibt es von unterschiedlichen Anbietern wie zum Beispiel SEGA, Namco oder Taito. Der Spaß ist dabei natürlich garantiert!

Lucas und JD beim Pong zocken
Diana beim Maulwürfe verhauen
Time for MarioKart – Lucas hat gewonnen!

Wenn die Sonne untergeht, erwacht die Stadt zum Leben. Die Reklamenbeleuchtung geht an und die Stadt ist wieder taghell.

Besonders interessant ist Shinjuku aber nicht nur wegen der latenten Reizüberflutung, sondern auch wegen der aktiven Chigolo- und Escortszene die jedoch ganz anders als in Deutschland bzw. Europa inszeniert wird.

Die „männliche“ Seite
Die weibliche Seite – man beachte die Größe der Augen

Beim Durchstreifen des Viertels haben wir zwar das Gefühl, dass hier viel mafiöse Aktivität herrscht, aber es ist trotzdem zu 100% sicher. Später entscheiden wir uns noch einmal in die Metro zu steigen und nach Shibuya zu fahren. Ziel ist das Shibuya Crossing, die am stärksten frequentierte Fußgängerkreuzung der Welt! Dort angekommen, suchen wir uns einen guten Spot – den man leider im angrenzenden Starbucks finden kann (wenn man sich geschickt anstellt, sogar ohne etwas bestellen zu müssen!).

Der Flow von Menschen sobald die Ampeln auf Grün schalten

An einem Eck der Kreuzung hängt eine Webcam, die 24 h am Tag auf Youtube einsehbar ist. Wir haben uns sichtbar positioniert – hier als eine andere Version von Where’s Waldo?

Wer findet uns?

In jeder japanischen Großstadt die wir gesehen haben, fiel uns eine architektonische Besonderheit auf – ein rot-weißer Turm, der stark an den Eiffelturm erinnert:

Hier lurgt der Tokyo Tower hinter einem Wohnviertel hervor
Und hier ist er in voller Pracht zu sehen – der Turm gibt nicht nur einen schönen, kostspieligen Ausblick, sondern beherbergt auch eine OnePiece Ausstellung

Ein Viertel steht noch auf unserer Liste: Akihabara! Das Viertel ist vor allem für seine Manga- und Animeszene bekannt. Obwohl wir am Sonntag kommen, können wir dies nachvollziehen.

Hier nochmal eine Nahaufnahme

In unserem Hostel hatten wir ein deutsches Pärchen (Saskia und Philipp) kennengelernt, die sich unserer 4er Gruppe heute auch noch angeschlossen hatten. Ziel war es die hopfen- und malzbasierte Szene kennenzulernen. Das haben wir definitiv geschafft und unsere kleine sechsköpfige Gruppe hat sich über den Abend quasi verdoppelt:

Der Anfangstrupp
Die Gruppe am Ende mit Zuwachs
Morgens halb 6 in Tokyo

Unsere Zeit in Tokyo neigte sich auch schon dem Ende, doch wir hatten noch einen Tag zum Erholen und entschlossen uns das TeamLab zu besuchen. Dieses Kunstaustellung ist jedoch anders als andere Kunstausstellungen und macht daher richtig Spaß!

Der erste Teil des TeamLab widmete sich dem Licht
Für Stimmung sorgten Millionen kleine LEDs

Im nächsten Raum wurden wir von riesigen Bällen überrascht!

Natürlich gab es noch weitere Räume, falls aber jemand nach Tokyo möchte, wollen wir hier nicht alles vorweg nehmen!

Ein abschließendes Sushi sollte dann auch schon nach fünf ereignisreichen Tagen DAS Ende unserer Zeit in Toyko markieren, ehe wir in den Nachtbus nach Kyoto steigen würden:

Die ganze Gruppe noch einmal beisammen

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