Endlich können wir mal wieder Couchsurfen! Nach einem entspannten Flug kommen wir in Singapur an und fahren einmal quer durch die ganze Stadt zu unserem Couchsurfing Host Mohammad. Er ist einer der vielen Menschen in Singapur die nicht aus dem kleinen Staat kommen, sondern aus beruflichen Gründen dort leben. In den ersten Tagen ist er sehr stark eingebunden, doch später können wir noch Zeit zusammen verbringen.
Eigentlich sind wir von der Reise ein wenig erschöpft, doch können wir es nicht sein lassen, eine Fahrt ins Stadtzentrum zu unternehmen um das wohl berühmteste Gebäude der Stadt zu sehen: das Marina Bay Sands Hotel.

Singapur hat aber deutlich mehr zu bieten, als nur eine Bürogebäude-Skyline oder Luxushotels. Es gibt hier viele Viertel, die sich aufgrund der Einflüsse unterschiedlicher Kulturen herausgebildet haben, wie zum Beispiel Little India und Chinatown oder auch das muslimische Viertel.
In Little India reihen sich indische Läden aneinander und man kann aus einer Vielzahl von gut reichenden Gerichten auswählen.

Dennoch stellt man sich das eigentliche Indien wohl ein wenig chaotischer und dreckiger als das Little India in Singapur vor. Dieser Eindruck setzt sich auch in Chinatown fort.



Auch das muslimische Viertel ist ordentlich. Bemerkenswert ist in Singapur jedoch, dass sehr viele unterschiedliche Kulturen und Religionen auf sehr engem Raum beisammen sind.




Manchmal geht die Vermischung der unterschiedlichen Kulturen jedoch auch ein wenig zu weit…

Wie man es jedoch dreht und wendet. An einem kulturellem Einfluss wird man in Singapur nicht vorbeikommen – dem der Engländer und Europäer.


Natürlich hat sich auch in Singapur eine kleine aber feine Street Art Szene entwickelt. Manchmal findet man elaboriertere Kunstwerke…

Und manchmal auch nur simple Botschaften:

Wenn man durchs Stadtzentrum und den CBD läuft, sieht man früher oder später jedoch immer das Wahrzeichen der Stadt.




Singapur hat sich innerhalb weniger Jahrzehnte von einem Piratenmoloch, über eine britische Kolonie zum einer Metropole mit dem neunthöchsten HDI der Welt entwickelt. Die Stadtplanung reicht bis 50 Jahre in die Zukunft und wird ständig evaluiert und angepasst um modernen Herausforderungen gewachsen zu sein. Der ÖPNV ist extrem günstig, eine circa 35 km lange Strecke im gut ausgebauten Metronetz kostet circa 1,70 SGD (Singapur Dollar) – das entspricht circa 1,13 €. Die Stadtplanung geht außerdem auf mikroklimatische Gegebenheiten ein und hat zum Beispiel dafür gesorgt, dass die Wolkenkratzer der Stadt so ausgerichtet sind, dass eine Frischkuftzufuhr immer gewährleistet ist und Regen zum Auffüllen der Reservoire immer durch die hohen Gebäude an der Wasserfront durchziehen kann.

Der Blick auf den CBD ist dennoch allemale beeindruckend – insbesondere bei Nacht! Direkt angrenzend an das Grundstück des Marina Bay Sands befindet sich ein weiteres architektonisches und planerisches Meisterwerk – die Parkanlage Gardens by the Bay.

Die Supertrees sind bewachsen und bilden eine Frischluftquelle für die Stadt. Abends findet jeweils eine schöne Lichtshow mit Musik statt, die wir uns natürlich nicht haben entgehen lassen. Anbei noch ein paar Blicke aus dem Park bei Tag und bei Nacht:





Dennoch sind die Supertrees bei weitem nicht das einzige Projekt von Urban Gardening in Singapur. Viele Häuserfassaden sind stark bewachsen. Ein Beispiel dafür ist das Hotel Park Royal.

Natürlich hat Singapur noch mehr zu bieten. Aus geographischer Perspektive ist der Clarkes Quay interessant. Ein Simulacrum vom feinsten. Dort wurden alte Lagerhäuser aus der Kolonialzeit nachgebaut, die bei Wind und Wetter besucht werden können und eine alte Hafenatmosphäre erzeugen. Abgerundet wird die Atmosphäre mit einer Vielzahl an Bars, Clubs und Restaurants.

Nun fehlt nur noch das Symbol der Stadt – der Merlion.

Der Merlion stellt eine Mischung aus Löwe (Stärke) und Meerjungfrau (Ursprung der Stadt) dar. Die Stadt ist ja im Prinzip aus dem Wasser entstanden: Landnahme ist eine gängige Praxis in Singapur und die gesamte Fläche hinter dem Merlion wurde dem Meer abgewonnen.
Nachdem wir einen Abend mit unserem Couchsurfing Host Mohammad verbringen konnten und er uns schöne (und leckere) Ecken der Stadt zeigen konnte, hieß es nach 5 Tagen auch schon wieder die Rucksäcke zu packen um in den Bus nach Kuala Lumpur zu steigen.
