Hakodate

Beim Hitchhiken in der Gegend um Furano hatten uns zwei älterer Schwestern mit dem Auto aufgelesen. Bei der halbstündigen Fahrt hatten wir uns so gut verstanden, dass uns die beiden direkt zu sich nach Hause eingeladen hatten – nach Hakodate!

Nachdem wir mit dem Nachtbus aus Sapporo früh in Hakodate ankamen, holten uns Ritsuko und Ayako bei der Bushaltestelle ab und brachten uns, inklusive Frühstück in unsere Bleibe für die kommenden zwei Nächte: die beiden Schwestern haben ein sehr enges Verhältnis und teilen sich sehr viel, zum Beispiel ein Gartenhaus mit Schlafmöglichkeit. Dort residierten wir mitten im Gemüsegarten.

Nachdem wir gefrühstückt und ein wenig Schlaf nachgeholt hatten, ging es noch ein wenig ins Zentrum von Hakodate. Dort konnten wir wiederholt die Liebe von Japanern zu Shiba Inu Hunden feststellen:

Der Boss blickt auf seine Bitches hinab

Das kulinarische Tageshighlight erwartete uns am Abend im Haus von Ayako. Sie hatte viele verschiedene kleine japanische Gerichte gezaubert und wir konnten das erste Mal seit Langem genug essen!

Von Fisch über Miso gab es einiges zu goutieren

Auf die Frage, ob wir duschen könnten, wurden die Köpfe geschüttelt. „Heute gehen wir in den Onsen“. Also wurden wir ins Auto gepackt und ab ging es in einen kleinen Onsen nahe Hakodate und unserer Gartenhütte! Dieser war tatsächlich streng nach Geschlechtern getrennt. Bevor es allerdings in die Baderäume ging, konnten wir an einem Gewinnspiel teilnehmen. Unsere Gewinne: Socken mit Katzen und Taschentücher – warum auch nicht! Im Onsen selbst konnte Diana in Gesellschaft und Lucas alleine das warme Wasser genießen. Die ausführliche Waschung tat natürlich auch sehr gut.

Ein gewöhnlicher Onsen von innen – das Bild ist natürlich gesneaked worden

Am nächsten Tag fuhren wir zum Fischmarkt von Hakodate und konnten allerlei bestaunen:

Königskrabben

Auf die Rückfrage, ob die Krabben aus den Gewässern um Hokkaido stammen, wurde immer der Kopf geschüttelt! „Aus Alaska“ war die wohl häufigste Antwort. Die glorreichen Zeiten von Hakodate scheinen vorbei zu sein. Weiter ging es mit kleineren Krebsen:

An einem Stand fragten wir wie viel wohl eine Königskrabbe wiegt, woraufhin der Verkäufer einfach in das Aquarium griff und eine auf die Waage legte.

So um die 1,145 kg

Aber schnappen die nicht? „Nur die Kleinen, die sind aggressiv!“ Ist ja wie im echten Leben.

Beim weiteren Schlendern über den Markt fiel uns das handwerkliche Geschick der Fischer auf. Einer davon zerlegte Tintenfische in wenigen Sekunden von lebend bis hinzu servierfertig:

Lebendig
Jetzt geht es los! Erst mit dem Messer…
… einen sauberen Schnitt setzen. Dann…
… mit einem gekonnten Griff alle Inneren herausholen. Zuletzt…
… sind dann die essbaren Teile übrig, die…
… natürlich noch schön angerichtet werden. Guten Appetit!

Umgeben von all den Köstlichkeiten aus dem Meer, konnten wir uns nicht zurückhalten und mussten von den Königskrabben probieren. Unser begrenztes Budget gab jedoch nur einen kleinen Teil des Ganzen her.

Sehr lecker!

Auf dem Weg zu Ritsuko und Ayako ging es durch das Hafengelände zurück. Die Mangapopularität ist hier schon merklich:

Bekannte und weniger bekannte Mangacharaktäre aus Japan

Bei den beiden angekommen machten wir uns sofort an den Herd, denn es galt wieder die Käsespätzleproduktion anzukurbeln! Die mittlerweile nahezu perfekten Abläufe haben (wie gewohnt) ein brauchbares Ergebnis gehabt und schon konnten wir uns das gute Essen schmecken lassen.

Sehen doch soweit alle zufrieden aus!

Nach einem schönen Abend hieß es am nächsten Morgen auch schon wieder Abschied nehmen, denn als nächstes wollten wir die Fähre nach Honshu, die größte Insel Japans nehmen, auf der sich auch Tokyo, Osaka, Kyoto und der Fuji befinden.

Abschied am Morgen

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