Ala-Archa

Der Naturpark Ala-Archa liegt circa 1 h südlich von Bischkek und umfasst mehrere Bergspitzen die über 4.000 m hoch ragen und der Stadt somit einen spektakulären Hintergrund verleihen. Wir steigen mit unserem Zelt und allem was dazugehört in ein (zum Glück leeres) Marshrutka, steigen einmal um und kommen in Kaschka-Suu an. Von hier sind es noch circa 20 km und wir entscheiden uns, es per Anhalter zu probieren. Dies klappt auch, allerdings nur gegen Entgeld. Im Naturpark angekommen, schlängeln wir uns einen steilen Weg hinauf, ehe wir an einem von Murmeltieren nur so wimmelnden Plateau ankommen und eine spektakuläre Sicht genießen können.

Blick in das Tal des Flusses Ala-Archa

Die Wanderung geht weiter hinauf, aber das Wetter verschlechtert sich und wir müssen gezwungenermaßen an einer vereisten Stelle umkehren. In der Nähe des Ak Sai Wasserfalls schlagen wir unser Zelt auf und verbringen endlich unsere erste Nacht im Zelt.

Blick auf unser Zelt aus der Luft
Zeitweise ermöglichen Löcher im Nebel Blicke auf die 4.000er

Der Regen in der Nacht hat aufgehört – es ist 4.30 Uhr. Wir werden wach. Es kratzt in Zeltnähe. Was das wohl ist? Wir sind uns eigentlich sicher, gelesen zu haben, dass es keine Bären oder Wölfe in Ala-Archa gibt. Aber kann man sich da sicher sein? Wir entscheiden uns nachzusehen. Das kratzende Geräusch ist immernoch da und laut. Wir bewaffnen uns jeweils mit einem Stein – man weiß ja nie. Wir treten aus dem Zelt in den Nebel und leuchten hektisch mit unseren Stirnlampen durch die Nacht. Weit und breit keine Spur von Bären oder Wölfen. Wir lauschen. Das Geräusch ertönt wieder und scheint aus den Bäumen zu kommen… Es sind Eichhörnchen die Nüsse und Hölzer bearbeiten – dann wäre das ja auch geklärt. Wir gehen zurück ins Zelt und der Puls sinkt wieder, ehe wir zurück in den Schlaf fallen.

Am nächsten Morgen machen wir uns also semi-ausgeschlafen in Richtung Ala-Archa Fluss auf. Wir treffen auf dem Weg viele Bewohner des Naturparks:

Etwas weniger scheue Eichhörnchen
Sehr scheue Murmeltiere – darüber hinaus auch noch mehr als wohlgenährt, was beim Rennen sehr lustig aussieht
Auch am Vortag trafen wir einige Bergbewohner – unter anderem Steinböcke die sich laute Kämpfe lieferten

Abends schlagen wir wieder unser Zelt auf, diesmal in einem Tal nahe dem Fluss.

Der Ala-Archa Fluss

Am nächsten Morgen machen wir uns wieder auf den Rückweg nach Bischkek. Diesmal ist das Hitchhiken sehr erfolgreich und wir werden für lau mitgenommen. Am nächsten Morgen soll es in den Südwesten des Landes gehen, genauer gesagt nach Arslanbob (das Forschungsgebiet von Dianas Doktorvater).

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